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Mein Name ist Verena, ich bin am 4. Oktober 1976 in Nürnberg geboren, verheiratet und habe mit meinem Mann zwei kleine Buben ;o) 
Irgendwie hab ich schon immer gern so vor mich hingewerkelt. Gestrickt, genäht, gehäkelt. Zu meiner Schulzeit auf der Waldorfschule wurde das auf wunderschöne Weise gefördert und ich denke mir heute, dass wohl etwas hängengeblieben sein muss aus diesen Jahren?!
Aber wie komme ich dazu Puppen zu machen? Das war so: Als unser Großer in den Kindergarten kam, fing er ganz plötzlich an mit Puppen zu spielen. Ich habe wohl doch den Fehler gemacht, ihn etwas einseitig mit Spielzeug zu versorgen. Mittlerweile weiß ich, dass Buben und Mädchen bis zum Alter von ca. 6 Jahren mit den selben Dingen Spielen. Also Jungs spielen auch mit Puppen! Für mich war es nie ein Thema, ihm eine Puppe zu kaufen, schon gar keine aus Plastik. Also habe ich mich an meine schöne Schulzeit erinnert, die Zeit auf der Waldorfschule. Klar, eine Waldorfpuppe wird genäht! Ja, und so ging unser Kind jeden morgen in meine "Puppenwerkstatt", ein kleines gemütliches Zimmer, das mir mein Mann mit Schreibtisch und Bücherwänden ausgestattet hat, und guckte jeden Morgen zur Nähmaschine: "Ist der Johannes heute nacht geboren, Mami?" Aber es dauerte lange. Und unser Sohn war sogar sehr geduldig! Als Johannes dann "geboren" war, hatten wir plötzlich einen kleinen Puppenpapa in der Familie: Einen, der sein Puppenkind stillte, wenn sein Bruder gestillt wurde, ihm morgens den Schlafanzug auszog und es wickelte... So, unser Großer war nun zufrieden, aber ich konnte irgendwie nicht mehr aufhören! Stricken, Häkeln und Nähen, alles kann ich hier einbringen, mit dem Puppenmachen ist endlich alles vereinbar. Erst bekam also unser Johannes eine Schwester, danach eine kleine Freundin. Dann kam die erste Bestellung vom Christkind und so kam eins zum anderen. Für mich sind meine Puppenkinder eine Herausforderung. Immer etwas Neues, jedes Puppenkind sieht anders aus. Und das Schönste ist, wenn Kinder hereinkommen und die Augen strahlen plötzlich, weil sie eines der Puppenkinder entdeckt haben. Und es ist bei uns immernoch so: die "Neuankömmlinge" werden genau untersucht und erst einmal stolz herumgetragen. In jedem Puppenkind steckt ganz viel Liebe, eines wird fertig genäht und erst wenn es angezogen ist, kann ich überlegen, wie das nächste aussehen soll. Es gibt sie eben nur einmal.
Die Freude, die es mir macht, diese "Wesen" entstehen zu lassen wächst stetig weiter, immer wieder kann ich etwas neues probieren. Zuletzt blickte mich ein Schlummerkind an, mit halb geschlossenen Augen... Und die Kinder nehmen es sogleich in die Arme, wollen es behalten... Dann weiss ich: es ist gut so wie es ist!
Ja, und an dieser Stelle möchte ich DANKE zu sagen! Und zwar meinem Mann, der mich immer wieder geschubbst hat, mich ermutigt hat meine Puppen zu zeigen, eine Homepage zu "basteln". Der meinte, ich könnte das sicher, ER wüsste zwar nicht, wie das Erstellen einer HP geht, aber es würde schon werden.... Der geduldig alle Puppenkinder ganz genau anschaut, auch ehrlich kritisch ist(!) und meist sogar die Haarfarbe aussucht! Der mir eine wunderschöne kleine Puppenwerkstatt eingerichtet hat - DANKE DANKE DANKE ! ! ! Der sich einfach mit mir über meine "Arbeit" freut... ! Und natürlich Dank an unsere Kinder, die abends so brav ins Bett gehen, weshalb ihre Mami so viel Zeit zum nähen hat! Die oft ganz arg tapfer sind, wenn sie sehen, wie ich ein Päckle schnüre und LEIDER auch schon Tränen vergossen haben deswegen... Das tut mir am meisten weh! Aber wenn sie dann das Päckle zur Post tragen dürfen, sind die Tränen getrocknet und alles ist wieder gut!
So ist das hier entstanden... und ich freu mich drüber, wie es geworden ist! Liebe Grüße, Verena
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